Bocklet begrüßt Projektanmeldung zum Bundesverkehrswegeplan - B 471 zwischen Geiselbullach und Buchenau und B 2 FFB – Mering enthalten

Landtagsvizepräsident Reinhold Bocklet hat die Entscheidung des bayerischen Kabinetts begrüßt, die Erweiterung der B 471 zwischen Geiselbullach und Buchenau auf vier Fahrspuren sowie den Neubau der B 2 zwischen Fürstenfeldbruck und Mering in die Projektanmeldung zum Bundesverkehrswegeplan (BVWP) 2015 aufzunehmen. Beim Bundesverkehrswegeplan handelt es sich um ein Rahmenprogramm und Planungsinstrument, das in der Regel 10 bis 15 Jahre gilt. Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, das derzeit die Fortschreibung des BVWP vorbereitet, hatte die Länder aufgefordert, die Projekte zu benennen, die aus Sicht des Landes notwendig sind und Inhalt des neuen BVWP werden sollen.

Die Oberste Baubehörde im Bayerischen Staatsministerium des Innern hat für den Bereich der Bundesfernstraßen eine Liste erarbeitet, in der diejenigen Straßenprojekte zusammengefasst sind, die aus Sicht der Bauverwaltung erforderlich sind und die dem Bund zur Bewertung gemeldet werden sollen. Im Rahmen einer Öffentlichkeitsbeteiligung konnten sich Bürgerinnen und Bürger, Verbände und Institutionen zu den vorgeschlagenen Projektanmeldungen äußern, wovon in breitem Umfang Gebrauch gemacht wurde. Die eigentliche Bewertung der angemeldeten Projekte mit Nutzen-Kosten-Analysen erfolgt durch den Bund erst in der nächsten Legislaturperiode.

Wie Bocklet betont, ist die Aufnahme des vierspurigen Ausbaus der B 471 von Geiselbullach bis Buchenau besonders im Hinblick auf die Entwicklung des Geländes des zur Auflösung anstehenden Bundeswehrstandortes Fürstenfeldbruck von Bedeutung. Dazu dürfte auch eine zunehmende Funktion der B 471 als Entlastung des westlichen Autobahnrings A 99 kommen, auf dem sich der Verkehr schon jetzt häufig staut. Für die Einwohner Estings hätte der vierspurige Ausbau der B 471 außerdem den Vorteil, dass sie einen effektiven Lärmschutz bekämen.

Der Neubau der B 2 westlich von Fürstenfeldbruck ist die konsequente Fortsetzung der bisherigen Straßenbaumaßnahmen zwischen Germering und der Kreisstadt. Der Ausbau der B 2 in Fürstenfeldbruck selbst (Deichenstegtrasse) fehlt dagegen in der Projektanmeldung der Staatsregierung. Die Straßenbauverwaltung will damit auf die ablehnende Beschlusslage in der Kreisstadt Rücksicht nehmen. Nach den Worten des Landtagsvizepräsidenten werden mit der nun beschlossenen Projektanmeldung die verkehrspolitischen Weichen im Landkreis für die nächsten Jahrzehnte gestellt.