Bayerische Eisenbahngesellschaft liefert Zahl für Buchenau nach BEG-Geschäftsführer Niggl antwortet Landtagsvizepräsident Bocklet

 

Auf Intervention von Landtagsvizepräsident Reinhold Bocklet hat die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) in einem Schreiben ihres Geschäftsführers Dr. Johann Niggl die Zahl der Ein- und Aussteiger am S4-Bahn-Halt Buchenau nachgeliefert und damit die Angaben ihres Pressesprechers in einem Vergleich mit den Fahrgastzahlen an anderen S-Bahnhöfen im MVV-Bereich ergänzt. Während der Sprecher der BEG in einem Telefongespräch mit einem Mitarbeiter des Münchner Merkur bei den Ein- und Aussteigerzahlen an S-Bahnhöfen im Umkreis von München zwar die Summe der beiden Dachauer Bahnhöfe anführte, beschränkte er sich bei Fürstenfeldbruck nur auf die Vergleichszahl am Bahnhof Fürstenfeldbruck, ohne den Halt Buchenau zu berücksichtigen. Dadurch war der Eindruck entstanden, dass der Ausbau der S4-West von der BEG als nachrangig betrachtet und behandelt werde. Daraufhin hatte sich MdL Bocklet als zuständiger Stimmkreisabgeordneter unmittelbar mit dem Geschäftsführer der BEG in Verbindung gesetzt und ihm die vom Verkehrsreferenten des Landratsamtes Fürstenfeldbruck, Hermann Seifert, gelieferten Zahlen zum Vergleich gemailt.

In seiner Antwort führt Geschäftsführer Dr. Niggl nun zur Datengrundlage wörtlich aus: „Die Fahrgastzahlen, die wir genannt haben, beruhen auf den regelmäßigen Nachfrageermittlungen der DB Regio (Reisendenerfassungssystem „RES“) aus dem Jahr 2015. Vor der Weitergabe dieser Daten an den Münchner Merkur haben wir diese Fahrgastzahlen hinsichtlich der Plausibilität mit der DB Regio Bayern abgestimmt und deren Freigabe zur Weitergabe dieser Zahlen erhalten.“ Und zum aktuellen Anlass der öffentlichen Kritik betont Herr Dr. Niggl: „Wir haben darauf hingewiesen, dass sich die Anzahl der Ein- und Aussteiger ausschließlich auf den Halt Fürstenfeldbruck Bahnhof (9.070 Ein-/Aussteiger) bezieht. Der Halt Buchenau (7.140 Ein-/Aussteiger) blieb in diesem Zusammenhang unberücksichtigt. Aus der Gesprächssituation heraus war leider nicht erkennbar, dass eine Bewertung des Ausbaus der S4 oder der S8 thematisiert würde.“

Im Hinblick auf die verkehrlichen Untersuchungen, die als Entscheidungsgrundlagen für die Planungen zum Ausbau der S4-West dienen, unterstreicht der BEG-Geschäftsführer, dass auf der Grundlage der „MVV-Datenbasis“ „natürlich auch der Halt Buchenau berücksichtigt“ werde und kommt in diesem Zusammenhang zu dem eindeutigen Fazit: „Die Notwendigkeit für einen Infrastrukturausbau steht demnach außer Zweifel.“ MdL Bocklet sieht mit dieser Feststellung die entstandenen Irritationen im Hinblick auf die Zahlengrundlagen beseitigt. Der politische Kampf um den raschen Ausbau der S4-West bleibe aber vorrangige Aufgabe aller politischen Kräfte.