2. Stammstrecke ist verkehrspolitischer Meilenstein - Bocklet mahnt Ausbau der S4-West an

Als verkehrspolitischen Meilenstein für den Großraum München hat Landtagsvizepräsident Reinhold Bocklet die Durchfinanzierungserklärung begrüßt, die der Freistaat gegenüber der Deutschen Bahn AG für die endgültige Realisierung der 2. S-Bahn-Stammstrecke abgegeben hat. Damit werde der bereits im Jahr 2011 geschlossene Bau- und Finanzierungsvertrag für das Großprojekt rechtsverbindlich und mit den Bauarbeiten könne endlich begonnen werden. Bocklet nahm den entsprechenden Bericht von Innenminister Joachim Herrmann im Wirtschaftsausschuss des Bayerischen Landtags auch zum Anlass, eine rasche Entscheidung zugunsten des Ausbaus der S4-West anzumahnen, nachdem mit der Verwirklichung der 2. S-Bahn-Stammstrecke die Voraussetzung dafür in Angriff genommen wird. Das geplante 3. Gleis von Pasing bis Eichenau sei auch im Hinblick auf die Elektrifizierung der Strecke München-Lindau erforderlich, die nach ihrer Fertigstellung im Jahr 2020 ein um 50 % erhöhtes Fernverkehrsangebot zur Folge haben werde. Nachdem der Freistaat bereits Mittel für die Vorplanung zur Verfügung gestellt habe, so Bocklet, müssten die Planungen konsequent vorangetrieben werden. Bocklet sicherte auch die Unterstützung der Staatsregierung bei ihren Bemühungen um zusätzliche GVFG-Bundesmittel zu, mit denen die Regionalisierungsmittel des Freistaates ergänzt werden sollen. Der Innenminister kündigte ein 4-Phasen-Programm an, in dem die einzelnen Schritte des Bahnausbaus in der Region München dargestellt werden sollen.