Ausbau der Staatsstraße 2345 von 2017 bis 2018 - Grunderwerb für Ausbau und Behelfsumfahrung abgeschlossen

Obwohl die Anlage einer Behelfsumfahrung bei Erhaltungsmaßnahmen von Staatsstraßen wegen der hohen Zusatzkosten nicht die Regel ist, plant das Straßenbauamt Freising im Fall des Ausbaus der Staatsstraße 2345 Gröbenzell – Lochhausen die Anlage einer Behelfsumfahrung ein. Der Grund dafür liegt in dem Umstand, dass für dieses Straßenstück keine zumutbare Umleitungsstrecke vorhanden ist. Die Verkehrsbelastung beträgt deutlich über 20.000 Fahrzeuge pro Tag. Eine weiträumige Umfahrung über das umliegende Netz würde hierbei 22,5 km betragen. Kürzere Umfahrungsmöglichkeiten auf dem untergeordneten Netz scheiden wegen des hohen Verkehrsaufkommens und der auch sehr verzweigten, mind. 7,1 km langen Umfahrungsmöglichkeit ebenfalls aus. Eine Umfahrungsmöglichkeit für den ÖPNV fehlt generell. Um den reibungslosen Verkehrsablauf während der Bauzeit sicherzustellen, ist daher eine direkte Baustellenumfahrung dringend erforderlich. Landtagsvizepräsident Reinhold Bocklet begrüßte die Entscheidung der Straßenbauverwaltung. Diese Ausnahme verteuere zwar die Baumaßnahme, sei aber die einzig vertretbare Lösung zwischen Gröbenzell und Lochhausen. Da in den anfänglichen Unterlagen eine Baustellenumfahrung fehlte, hatte sich Bocklet bei der Straßenbauverwaltung für die Einrichtung einer unmittelbaren Behelfsumfahrung eingesetzt.

Nach den aktuellen Planungen, so das Straßenbauamt, soll der Ausbau der in schlechtem Zustand befindlichen Staatsstraße im 2. Quartal 2018 beginnen und mit dem 4. Quartal 2018 enden. Die Fahrbahn soll auf der Nordseite von 5,5 auf 8 Meter verbreitert werden. Stimmkreisabgeordneter Bocklet begrüßt es in diesem Zusammenhang, dass die Birkenallee auf der Südseite fast ganz erhalten werden soll. Begonnen werden soll im 3. Quartal 2017 mit dem Bau der Behelfsumfahrung, die südlich der bestehenden Straße angelegt wird. In diesem Zusammenhang soll auch der bestehende Geh- und Radweg für die Zeit der Baumaßnahme verschwenkt werden. Erleichtert wird die Durchführung der Erhaltungs- und Ausbaumaßnahme an der Staatsstraße dadurch, dass die benötigten Grundstücke für den dauerhaften und den vorübergehenden Grunderwerb ohne Komplikationen beschafft werden konnten, übrigens mit Mitteln, die für die Süd-West-Umgehung von Olching noch nicht ausgegeben werden mussten.

Der zur Landeshauptstadt München gehörende Teil der Staatsstraße wird nach Aussage der Stadtverwaltung wohl erst im April/Mai 2017 Baurecht haben und soll dann in Abstimmung mit dem Straßenbauamt im Zusammenhang mit der Erschließung des Baugebiets an der Pirolstraße ausgebaut werden.

Im Zusammenhang mit dem Ausbau der Staatsstraße 2345 wurde von Seiten der Gemeinde Gröbenzell wieder die Idee eines Kreisels am Osteingang von Gröbenzell ins Gespräch gebracht. Der Vorschlag stieß in der Straßenbauverwaltung aber erneut auf Ablehnung, weil schon ein sog. kleiner Kreisverkehr eine Fläche mit einem Durchmesser von 35 Meter beanspruche und die örtlichen Verhältnisse die benötigten Flächen nicht hergäben. Ein Kreisel könne außerdem den gestiegenen Verkehr nicht mehr aufnehmen. Es gibt aber die Zusage des Straßenbauamtes im Zuge des Ausbaus der Staatsstraße die Straßenführung an der bestehenden Kreuzung zu verbessern. Gedacht ist dabei u.a. an eine eigene Abbiegespur von der Lena-Christ-Straße in Richtung Lochhausen.