Oberbayerische CSU begrüßt Wechsel zum Bruttovertrag - MdL Bocklet: Freistaat profitiert vom Zuwachs der Fahrgeldeinnahmen

Bei der Neuvergabe der Leistungen der S-Bahn München im 1. Münchner S-Bahn-Durchführungsvertrag soll ein Bruttovertrag mit Anreizelementen zur Anwendung kommen. Darauf weisen die CSU-Landtagsabgeordneten aus dem S-Bahn-Bereich Oberbayerns hin, die sich für den Wechsel vom Netto- zum Bruttovertrag stark gemacht und damit im letzten Jahr im Landtag durchgesetzt haben. Wie Landtagsvizepräsident Reinhold Bocklet betont, verbleiben beim Bruttovertrag die Fahrgelderlöse beim Freistaat bzw. der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG) als Aufgabenträgerin. Damit stellt das Münchner S-Bahn-System als letztes der fünf großen Metropol-Verbundsysteme in Deutschland auf den Bruttovertrag um. Der prognostizierte Bevölkerungszuwachs im Ballungsraum München in den nächsten Jahrzehnten lässt für den Freistaat eine positive Entwicklung der Fahrgeldeinnahmen erwarten, die im mittleren zweistelligen Millionenbereich geschätzt werden, betont MdL Bocklet. Diese Mittel könnten in Zukunft gezielt zur Qualitätsverbesserung im Münchner S-Bahn-System eingesetzt werden und würden nicht mehr zur DB AG nach Berlin abfließen.

Gleichzeitig soll durch geeignete Anreize sichergestellt werden, dass das beauftragte Eisenbahnunternehmen auch weiterhin entsprechende Anstrengungen unternimmt, um bestmögliche Qualität zu erbringen. Um die mit erheblichem Verwaltungsaufwand verbundene Umstellung des Verkehrsdurchführungsvertrags vom Netto- zum Bruttoprinzip bewältigen zu können, war der Bayerische Landtag mit einem zweijährigen Übergangsvertrag ab Januar 2018 einverstanden, dem ab Dezember 2019 dann der neue Bruttovertrag folgen wird, so der Landtagsvizepräsident.