Staatsregierung macht bei Barrierefreiheit Druck - Planfeststellungsverfahren für Puchheim soll noch 2017 eingeleitet werden

Nachdem die Stadt Puchheim der Variante 1a ihre Zustimmung gegeben hat, geht es nun darum, die Planungen für einen vorgezogenen barrierefreien Ausbau des Bahnhofs Puchheim voranzutreiben. Für den Ausbau der S4 West hat die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) inzwischen eine Verkehrliche Aufgabenstellung (VAST) erarbeitet und mit allen am Planungsprozess Beteiligten abgestimmt. Darin ist auch verankert, dass der barrierefreie Ausbau der Station Puchheim vorrangig zu planen und ins Genehmigungsverfahren zu geben ist. Aktuelles Ziel muss es nach Ansicht von Stimmkreisabgeordneten Reinhold Bocklet sein, den barrierefreien Ausbau des Puchheimer Bahnhofs vom dreigleisigen Ausbau der S4-Strecke abzutrennen und vorzuziehen. Um das Risiko einer nachträglichen Anpassung der neuen Bahnsteiganlagen bei Realisierung des dreigleisigen Streckenausbaus zu vermeiden, ist nach Überzeugung der DB Netz AG allerdings eine sog. Trassierungsplanung im Bereich Puchheim nötig. Nach ersten Schätzungen belaufen sich die voraussichtlichen Gesamtkosten des vorgezogenen Ausbaus auf ca. 5,65 Mio. Euro. Dazu kommen noch 1,32 Mio. Euro Planungskosten. Aussagen der Obersten Baubehörde zufolge stehen die erforderlichen Planungsmittel für den vorgezogenen barrierefreien Ausbau der Station Puchheim im Rahmen des Planungsmittelbudgets für den dreigleisigen Ausbau der S4 West zur Verfügung. MdL Bocklet begrüßt es angesichts der bekannt langen Planungszeiten der Bahn besonders, dass die Oberste Baubehörde bei der DB Netz AG darauf dringt, bereits im Jahr 2017 in das Planfeststellungsverfahren zu gehen. Wörtlich heißt es in einem entsprechenden Schreiben der Obersten Baubehörde: „Ich darf Sie bitten, den vorgezogenen barrierefreien Ausbau der Station Puchheim mit Nachdruck voranzutreiben.“ Bei einem „klagefreien Verlauf“ hält die DB Netz eine Inbetriebnahme im Jahr 2021 für möglich.