Autobahndienststelle nicht gegen Eichamt ausspielen

Die Verlegung der Dienststelle Maisach der Autobahndirektion Süd steht nicht unmittelbar im Zusammenhang mit der von der Bayerischen Staatsregierung beschlossenen Verlagerung von Behörden. Darauf hat Landtagsvizepräsident Reinhold Bocklet als Stimmkreisabgeordneter für Fürstenfeldbruck-Ost hingewiesen. Während die Verlagerung des Eichamtes von München nach Fürstenfeldbruck unmittelbare Folge der Entscheidung der Staatsregierung ist, steht die Verlagerung der Dienststelle Maisach der Autobahndirektion Süd bereits seit längerem an und ist die Konsequenz aus der Verlagerung der Aufgabenschwerpunkte im Autobahnbau. So fällt mit der Fertigstellung und dem Betrieb der Autobahn A 8 München – Ulm im PPP-Modell durch private Betreiber ein wichtiger Betreuungsabschnitt für die Staatsbehörde weg. Darüber hinaus verlagert sich der Ausbauschwerpunkt in den kommenden Jahren auf die Autobahnen A 8 München – Salzburg, A 94 München – Passau und A 3 Regensburg – Passau. Außerdem läuft der Mietvertrag für die Dienststelle Maisach in Kürze aus, so dass schon seit längerem das ziemlich teure Mietobjekt in Maisach zur Disposition stand. Aber auch für die Mitarbeiter in Maisach gilt die Zusage, dass die Verlagerung schrittweise umgesetzt und niemand gegen seinen Willen versetzt wird. Bocklet betont, dass er Verständnis für die Betroffenheit der Mitarbeiter in Maisach habe, die Auflösung des Standortes Maisach aber die nachvollziehbare Folge der Verlagerung von Aufgabenschwerpunkten sei und nicht gegen die landesweite Behördenverlagerung ausgespielt werden dürfe.