Leserbrief zum Thema: „B 471 – Ausbau soll oberste Priorität bekommen“ in der Ausgabe vom 24. April 2015 des Münchner Merkurs

Ihre Berichterstattung unter der Überschrift „B 471 – Ausbau soll oberste Priorität bekommen“ in der Ausgabe vom 24. April 2015 ist leider unvollständig und bedarf deshalb der Ergänzung. Dem Wirtschaftsausschuss des Bayerischen Landtags lagen zwei Anträge zum vierspurigen Ausbau der B 471 von Geiselbullach nach Buchenau vor. Während der CSU-Antrag die Einstufung des vierspurigen Ausbaus der B 471 in die höchste Dringlichkeit des Bundesverkehrswegeplans forderte, sprach sich der SPD-Antrag für einen „vierspurigen, mindestens aber wechselseitigen dreispurigen Ausbau der B 471“ in der Kategorie „vordringlicher Bedarf“ aus. Der SPD-Kollege Dr. Kränzlein musste sich aber von der Straßenbauverwaltung und der CSU sagen lassen, dass ein wechselseitiger dreistreifiger Ausbau „nicht bedarfsplanpflichtig“ ist, d.h. nicht in den Bundesverkehrswegeplan aufgenommen werden kann. Außerdem seien – so mein ergänzender Hinweis – mit wechselseitigen Überholmöglichkeiten nur geringe Gewinne bei Leistungsfähigkeit und Verkehrssicherheit zu erzielen. Dr. Kränzlein stimmte daraufhin der Umformulierung seines Antrags entsprechend dem CSU-Antrag zu. Der Wirtschaftsausschuss verabschiedete schließlich sowohl den CSU- als auch den SPD-Antrag gegen die Stimmen des Vertreters der Grünen und unterstützte damit auch die Initiative der Bürgermeister der vier Landkreiskommunen Emmering, Fürstenfeldbruck, Maisach und Olching.