Höchste Dringlichkeit für vierspurige B 471 - Landtag stellt sich hinter Anträge von CSU und SPD

Der Wirtschaftsausschuss des Bayerischen Landtags hat sich in seiner jüngsten Sitzung mit den Stimmen von CSU, SPD und Freien Wählern für die Aufnahme des vierspurigen Ausbaus der B471 von Geiselbullach bis Buchenau in die höchste Dringlichkeitsstufe des neuen Bundesverkehrswegeplans ausgesprochen. Der Vertreter der Grünen lehnte den Antrag ab, weil es sich um ein Einzelprojekt aus einem Stimmkreis und nicht um ein Gesamtkonzept für Bayern handle. Landtagsvizepräsident Reinhold Bocklet, der sich als Stimmkreisabgeordneter für Fürstenfeldbruck-Ost zusammen mit dem Kollegen Alex Dorow für den vierspurigen Ausbau stark gemacht hat, unterstrich im Ausschuss die Dringlichkeit des Ausbaus, weil die Bundesstraße 471 in diesem Abschnitt stark überlastet sei und sich regelmäßig in den Hauptverkehrszeiten lange Staus bildeten. Außerdem habe die Zahl der schweren Verkehrsunfälle auf diesem Streckenabschnitt zugenommen. Schließlich sei auch im Rahmen der Konversion des Fliegerhorstgeländes in Fürstenfeldbruck mit einem weiteren starken Anstieg der verkehrlichen Belastung zu rechnen. Im gleichen Sinn äußerte sich auch der SPD-Abgeordnete Herbert Kränzlein. 

Kein Glück mit der ursprünglichen Fassung seines Antrags hatte er aber, weil er alternativ zum vierspurigen Ausbau einen wechselseitigen dreispurigen Ausbau der B471 forderte. Er musste sich vom Vertreter der Obersten Baubehörde sagen lasse, dass diese Variante nicht bedarfsplanpflichtig sei und deshalb nicht berücksichtigt werden könne. Bocklet verwies in der Sitzung ergänzend darauf, dass der im Jahr 2012 ins Spiel gebrachte dreistreifige Ausbau mit wechselnden Überholmöglichkeiten von der Straßenbauverwaltung bereits seinerzeit verworfen worden sei, weil sich damit nur geringe Gewinne hinsichtlich der Leistungsfähigkeit und Verkehrssicherheit erzielen ließen. Nachdem MdL Kränzlein seinen Antrag dem der CSU angeglichen hatte, stimmte auch ihm die Mehrheit der Ausschussmitglieder zu. Bocklet griff außerdem einen Vorschlag der Straßenbauverwaltung auf, die Strecken zwischen Geiselbullach und Buchenau nicht in zwei sondern in drei Abschnitte aufzuteilen (Geiselbullach – Esting, Esting – FFB-Ost, FFB-Ost – Buchenau), um eine größere Flexibilität bei der Umsetzung zu erreichen. Die Unterstützer der beiden Anträge waren sich einig, dass angesichts der großen Zahl an Streckenanmeldungen für den neuen Bundesverkehrswegeplan von Seiten der Staatsregierung alles getan werden müsse, um dem Abschnitt der B471 oberste Priorität zu sichern.