Beschussamt soll nach Fürstenfeldbruck kommen - Bocklet und Dorow schreiben an Wirtschaftsministerin Aigner

 

 

 

 

Das in München angesiedelte Beschussamt für Südbayern soll nach dem Willen der beiden CSU-Landtagsabgeordneten Reinhold Bocklet und Alex Dorow nach Fürstenfeldbruck verlegt werden. Dies geht aus einem Schreiben hervor, das die beiden MdL an die zuständige Staatsministerin für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie gerichtet haben. Um das Beschussamt bewirbt sich auch die Stadt Landshut. Das Beschussamt ist eine nachgeordnete Behörde im Landesamt für Maß und Gewicht. Dort werden neben der hoheitlichen Tätigkeit der Waffen-, Munitions- und Böllerprüfung auch für den zivilen Bereich verschiedenste angriffhemmende Schutzmaterialien geprüft.  

Das Beschussamt München befindet sich in einem ausgewiesenen Wohngebiet, das zwischenzeitlich immer dichter bebaut wurde. Zu dem mittlerweile ungünstigen Standort kommt die mangelhafte Bausubstanz des bestehenden Gebäudes, das erhebliche Sanierungsmaßnahmen notwendig machen würde. Deshalb soll das Beschussamt ausgesiedelt werden. Der Landtag hat sich bereits im November 2007 für den Erhalt zweier Beschussämter in Bayern ausgesprochen. Für Ansiedlung und Neubau des Beschussamtes für Südbayern haben sich inzwischen die beiden genannten Städte beworben. In Fürstenfeldbruck steht dafür ein Grundstück in der Hasenheide zur Verfügung. Die Grundstücke in beiden Standorten befinden sich im Staatsbesitz. Derzeit wird die Eignung der beiden Grundstücke geprüft, da bei einem Beschussamt auch immissionsschutzrechtliche Belange zu beachten sind. Die Ergebnisse sollen nach Aussage des Wirtschaftsministeriums in diesem Frühjahr vorliegen.

Durch qualifizierte Mitarbeiter, spezielle Prüfeinrichtungen, hohe Qualitätsanforderungen und weitgreifende Fachkompetenz sowie nicht zuletzt durch die staatliche Neutralität und Unabhängigkeit, genießt das Beschussamt München sowohl national als auch international sehr hohes Ansehen. Bei ihm sind 10 bis 12 qualifizierte Mitarbeiter beschäftigt.

Wie die beiden Landtagsabgeordneten in ihrem Schreiben an die Ministerin ausführen, verliert die Stadt Fürstenfeldbruck im Zuge der Bundeswehrreform den gesamten militärischen Standort mit insgesamt 10 Einrichtungen. Vor diesem Hintergrund müsse alles getan werden, um diesen gewaltigen Aderlass durch die Ansiedlung von öffentlichen oder privaten Einrichtungen auszugleichen. Auch wenn es sich beim Beschussamt um eine kleinere Einrichtung handele, sei sie in Fürstenfeldbruck willkommen. Deshalb bitten Bocklet und Dorow die Wirtschaftsministerin, Fürstenfeldbruck den Vorzug vor Landshut zu geben.