MdL Bocklet begrüßt Qualitätsverbesserungen beim Fugger-Express - Kapazitätserweiterung – Größere Sitzabstände – Nachrüstung der Gepäckablagen

 

Nachdem der Wirtschaftsausschuss des Bayerischen Landtags auf seiner Sitzung am 11. Juli 2013 die Petition des Fahrgastverbandes PRO BAHN zu nachhaltigen Qualitätsverbesserungen beim Fugger-Express der Staatsregierung „zur Würdigung“ überwiesen hatte, konnte nun das Wirtschaftsministerium in der Ausschusssitzung am 28. November 2013 mitteilen, dass sowohl die geforderte Kapazitätserweiterung als auch die Vergrößerung der Sitzabstände und die Nachrüstung der Gepäckablagen bis Ende 2014 umgesetzt werden. Landtagsvizepräsident Reinhold Bocklet, der sich im Juli als Stimmkreisabgeordneter für die Petition eingesetzt hatte, begrüßte in der Sitzung die deutlichen Verbesserungen beim Fugger-Express. Er forderte aber nach der Kapazitätserweiterung, dass nun auch mit der Verwirklichung des Stundentakts „durchgängig und an allen Wochentagen“ in Bezug auf die Haltepunkte Althegnenberg, Haspelmoor und Mammendorf ernst gemacht werde.

Im Hinblick auf die Kapazitätserweiterung hat die Bayerische Eisenbahngesellschaft die von der DB Regio angebotenen Leistungsverbesserungen zum anstehenden Fahrplanwechsel im Dezember 2013 bestellt und damit folgende umfassende Kapazitätsausweitungen im E-Netz Augsburg ermöglicht.

In der morgendlichen Hauptverkehrszeit wird der RB 57089 (Augsburg Hbf ab 07:16 Uhr) künftig nicht als Doppeltraktion aus zwei gekuppelten ET-440-Triebwagen, sondern mit sechs Doppelstockwagen verkehren. Die Kapazität des genannten Zuges erhöht sich damit von 480 auf 660 Sitzplätze. Die freigesetzten Triebwagen verstärken neben dem in der Petition genannten RE 57173 (Augsburg ab 06:39 Uhr) auch den stark nachgefragten RE 57009 (Augsburg ab 07:06 Uhr). Beide Züge verfügen somit ab Dezember 2013 über eine Kapazität von jeweils 960 Sitzplätzen (vorher 720 Sitzplätze). Die Kapazitätsengpässe in der morgendlichen Hauptverkehrszeit zwischen Augsburg und München müssten mit diesen Maßnahmen zum kommenden Fahrplanwechsel deutlich entschärft sein.

In der nachmittäglichen Hauptverkehrszeit wird der RE 57038 (München ab 18:02 Uhr) künftig ebenfalls als Doppelstockgarnitur verkehren und mit 660 Sitzplätzen (statt bisher 480) eine erhöhte Kapazität bieten. Im Zuge dieser Maßnahme kann durch die freigesetzten Triebfahrzeuge die Kapazität des in der Petition angesprochenen RE 57116 (München ab 17:35 Uhr) von 720 auf 960 Sitzplätze erweitert werden.

Durch geänderte Zugumläufe profitieren nach Aussage von DB Regio darüber hinaus die Fahrgäste auch bei weiteren Verbindungen von erheblichen Kapazitätsausweitungen. Konkret sind dies:

  • Donauwörth ab 06:33 Uhr nach Augsburg (660 statt bisher 480 Sitzplätze)
  • Donauwörth ab 16:24 Uhr nach Augsburg (660 statt bisher 240 Sitzplätze)
  • München ab 08:03 Uhr nach Augsburg (980 statt bisher 720 Sitzplätze)
  • München ab 14:04 Uhr nach Augsburg (660 statt bisher 480 Sitzplätze)
  • Augsburg ab 17:06 Uhr nach München (660 statt bisher 480 Sitzplätze)
  • Augsburg ab 14:54 Uhr nach Donauwörth (660 statt bisher 240 Sitzplätze)
  • Augsburg ab 18:54 Uhr nach Donauwörth (660 statt bisher 240 Sitzplätze)

 

Was die in der Petition geforderte Vergrößerung der Sitzabstände betrifft, wurde nach Aussage von DB Regio bereits mit den Arbeiten begonnen. Im Rahmen der Maßnahme erfolgt ein sukzessiver Umbau der Fahrzeuge unter der Bedingung, dass die Umrüstung ohne negative Auswirkungen auf die Fahrzeugverfügbarkeit und den laufenden Betrieb durchgeführt wird. Mit dem Abschluss der Maßnahme ist im Laufe des kommenden Jahres zu rechnen. Die Erweiterung der Sitzabstände ist allerdings nur in den großen Abteilbereichen von derzeit besonders geringen 750 mm auf 830 mm möglich. In den kleinen Abteilbereichen würde eine entsprechende Maßnahme jedoch zu einer nicht vertretbaren Reduzierung der Gesamtsitzplatzkapazität führen.

Bei der Nachrüstung der Gepäckablagen hat es nach Angaben von DB Regio Verzögerungen im Beschaffungsprozess gegeben. Aus diesem Grund kann mit den Maßnahmen erst gegen Ende diesen Jahres begonnen werden. Auch hier erfolgt der schrittweise Umbau der Fahrzeuge unter der Maßgabe, dass die Nachrüstung ohne negative Auswirkungen auf die Fahrzeugverfügbarkeit durchgeführt wird.