Was nicht im FFB-Tagblatt steht:

Das Fürstenfeldbrucker Tagblatt hat in seiner Samstagsausgabe (07.09.2013) den Leserbrief eines Martin Eberl veröffentlicht, der mit der verwegenen Behauptung aufwartet, dass die Errichtung des Grünen Zentrums in Puch wesentlich dem Einsatz der SPD-Abgeordneten Sonnenholzner zu verdanken sei. Damit die vom Tagblatt verbreitete Geschichtsklitterung des SPD-Bezirkstagskandidaten, der sich hinter dem Namen Eberl verbirgt, von ahnungslosen Lesern nicht auch noch geglaubt wird, veröffentlichen wir – noch vor der Landtagswahl – nachstehend zwei Leserbriefe von kompetenten Zeitzeugen, die das Tagblatt erst nach der Landtagswahl veröffentlichen will:

 

Leserbrief zum Leserbrief "Erstaunt über Kandidaten" von Martin Eberl am 7./8. September

Der Wahlkampf treibt gelegentlich seltsame Blüten, die längst nicht alle einer Stellungnahme oder Erwiderung bedürfen.

Die Grenze ist allerdings dann überschritten, wenn falsche Tatsachenbehauptungen in den Raum gestellt werden, wie im Leserbrief von Herrn Eberl.

Ich erlaube mir daher folgende Richtigstellung: Es ist falsch, dass Landrat und CSU den Neubau der Landwirtschaftsschule "kategorisch abgelehnt" hätten. Vielmehr war Ziel meiner Verhandlungen mit dem Freistaat, eine optimale Förderung des Projekts zu erhalten. Diese Verhandlungen waren außergewöhnlich schwierig. Dass sie letztlich zum Erfolg führten, ist dem 1. Vizepräsidenten des Landtags, Reinhold Bocklet, zu verdanken, der die Verhandlungen auf Minister- und Landtagsebene ermöglicht und mich in unzähligen Besprechungsterminen begleitet hat. Dass sich auch die Abgeordnete Katrin Sonnenholzner für das Projekt eingesetzt haben mag, will ich nicht bestreiten, von Reinhold Bocklet weiß ich es.

Thomas Karmasin
Landrat

 

Zum Leserbrief „Erstaunt über Kandidaten“ des Herrn Martin Eberl vom
7. September 2013

„In der Ausgabe des „Fürstenfeldbrucker Tagblattes“ vom 7. September stellt Herr Martin Eberl in seinem Leserbrief „Erstaunt über Kandidaten“ u. a. die Behauptung auf, dass die Errichtung des Grünen Zentrums (in Puch) wesentlich dem Einsatz der SPD-Abgeordneten Kathrin Sonnenholzner zu verdanken sei und der Neubau der Landwirtschaftsschule ursprünglich von Landrat und CSU kategorisch abgelehnt worden sei.

In der maßgeblichen Entscheidungsphase war ich im Landwirtschaftsministerium in führender Position tätig und konnte daher alle Aktivitäten zum künftigen Grünen Zentrum in Puch hautnah verfolgen.

Aufgrund meiner Detailkenntnisse zu diesem Vorhaben empfehle ich Herrn Eberl - auch in Wahlkampfzeiten - „die Kirche im Dorf“ zu lassen.

  • Puch wäre ohne den massiven politischen Einsatz von Reinhold Bocklet nicht errichtet worden. Denn er war es, der u. a. die ins Stocken geratenen Grundstücksverhandlungen mit dem Bayer. Bauernverband nach Gesprächen mit dem Finanzministerium zu einem guten Abschluss bringen konnte.
  • Seinem Einfluss war es auch zu verdanken, dass die Staatliche Bauverwaltung dieses Vorhaben beschleunigt abgewickelt hat.
  • Schließlich sind auch dank seiner Initiativen Mittel aus dem damaligen Konjunkturprogramm II des Bundes bewilligt worden, so dass die Finanzierung der Landwirtschaftsschule durch den Landkreis gesichert werden konnte.
  • Eine kategorische Ablehnung des Neubaus der Landwirtschaftsschule durch Landrat und CSU halte ich daher für völlig abwegig. Es ging um die entscheidende Frage, wie das Projekt finanziert werden kann.
  • Es war vielmehr die SPD, die als Alternativstandort Roggenstein eingebracht hat und damit die Verhandlungen für Puch beinahe zum Scheitern gebracht hätte, weil das Programm des Bundes zeitlich befristet war und neue Verhandlungen mit einem nicht mehr einholbaren Zeitverlust verbunden gewesen wären.

Auch die Aussagen des Herrn Eberl geben Anlass zu großem Erstaunen!“

Josef Huber
Ministerialdirektor a.D.
Esting