3. Gleis der S4-West bis FFB bauen - MdL Reinhold Bocklet schlägt erweiterte Planung vor

Das geplante 3. Gleis auf der Strecke der S4-West sollte bis Fürstenfeldbruck und nicht nur bis Eichenau geführt werden. Das hat MdL Reinhold Bocklet Verkehrsministerin Ilse Aigner vorgeschlagen. Die stellvertretende Ministerpräsidentin hatte im Rahmen eines Dialogforums „Bahnausbau Region München-West“ ins Fürstenfeldbrucker Rathaus geladen, um die betroffenen Kommunalpolitiker dieses Raums über den aktuellen Sachstand und die konkreten Planungen des Ministeriums zu informieren. Anwesend waren neben Landrat Thomas Karmasin und einer Reihe von Bürgermeistern auch die Stimmkreisabgeordneten Reinhold Bocklet, Alex Dorow und Bernhard Seidenath sowie die zuständigen Referenten des Staatsministeriums für Wohnen, Bau und Verkehr, der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG) und der DB AG. Staatsministerin Aigner legte der Runde eine ausführliche Übersicht über 30 Ausbaumaßnahmen mit Sachstandsbeschreibung und Terminplanung für die Region München-West vor und erläuterte die wichtigsten Einzelprojekte.

In der Aussprache kam eine Reihe von Maßnahmen ausführlicher zur Sprache. Landtagsvizepräsident Bocklet begrüßte die umfassende Information durch das neue Ministerium, „die sogar über die Unterlagen hinausgeht, die der Wirtschaftsausschuss im Landtag erhalten hat“. Er hob auch „die Mitteilung realistischer Zeithorizonte“ hervor, die von dem Bemühen einer objektiven Information der Öffentlichkeit getragen sei. Angesichts der langen Planungs- und Bauzeiten plädierte er allerdings für eine massive Beschleunigung der Projektverwirklichung. Staatsministerin Aigner sagte in diesem Zusammenhang nachhaltige Unterstützung zu.

Konkret brachte Bocklet die Idee der Verlängerung des derzeit bis Eichenau geplanten
3. Gleises der S4-West bis zum Bahnhof Fürstenfeldbruck ins Gespräch. Dies würde die Einbeziehung der Kreisstadt in die Erweiterung um das 3. Gleis erleichtern und gleichzeitig die massiven Kostensteigerungen vermeiden, die durch eine Verlängerung bis zur Buchenau entstehen würden. Die Vertreter des Ministeriums zeigten sich gegenüber dem Vorschlag aufgeschlossen. Es bestand aber Einigkeit darüber, dass durch die zusätzlich notwendigen Untersuchungen die laufenden Planungen des Streckenausbaus bis Eichenau nicht behindert werden sollen.

Außerdem kamen der von der Stadt Puchheim gebilligte behindertengerechte Ausbau des Bahnhofs zur Sprache, gegen den es in der Bevölkerung erhebliche Widerstände gibt, sowie der Wunsch der Gemeinden Althegnenberg, Hattenhofen und Mammendorf nach mehr Zughalten. Schließlich ging es auch um die Modernisierung und Integration des Olchinger Bahnhofs (Bocklet: ein Schandfleck) in die städtebaulichen Planungen der Stadt Olching sowie um die mögliche Realisierung eines Nord- und Südrings.